Werkstätten

Die Eisenbahn prägt das Osnabrücker Stadtbild seit fast 170 Jahren. Der Unterhalt von Lokomotiven und Wagen erforderte umfangreiche Werkstatt- und Ausbesserungsstandorte, deren Spuren man in den verschiednen Stadtteilen auch heute noch sehen bzw. erahnen kann. Neben den historischen Standorten gibt es auch im Jahr 2022 noch drei aktive Werkstattstandorte. Die Abschnitte in diesem Kapitel geben einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Eisenbahnwerkstätten im Stadtgebiet, die nachstehenden Karte veranschaulicht die aktuellen und ehemaligen Werkstandorte.

Die schematische Übersichtskarte gibt Auskunft über die unterschiedlichen Werkstattstandorte seit 1855.


Im Stadtteil Schinkel befindet sich an der Bremer Straße das DB Cargo Werk (das während der Dampflokzeit berühmte Bw Osnabrück Hauptbahnhof). Schwere Dieselloks und Güterwagen werden am Standort gewartet und instand gesetzt.

Zwischen Rheinstraße und Hafenstraße im Bereich des Osnabrücker Hafens unterhält die NordWestBahn GmbH eine moderne Werkstatt zur Instandhaltung von Dieseltriebwagen, die Richtung Oldenburg, Bremen und Bielefeld zum Einsatz kommen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Zechenbahnhofs am Piesberg befindet sich das „Bw Zechenbahnhof“ der Osanbrücker Dampflokreunde e.V., die sich um Erhalt und Pflege historischer Eisenbahnfahrzeuge kümmern, deren Einsatzgebiet früher im Raum Osnabrück lag.

In anderen Stadtteilen wie im Fledder, im Schinkel oder an der Sandbachstraße kann man ehemaligen Werkstattstandorten der Eisenbahn begegnen. Der mächtige Ringlokschuppen an der Hamburger Straße im Stadtteil Fledder erinnert an die Hochzeit des Dampfbetriebes. Vom oberen Personenbahnhof in Richtung Norden schauend fällt der Blick auf eine vergleichsweise modern anmutende blaue Halle. Hier am Standort an der Schinkelstraße befand sich einst ein Ausbesserungswerk für Dampflokomotiven und Güterwagen. Später diente diese Richthalle dem Bahnbetriebswerk Osnabrück 2 zur Reparatur von Reisezug- und Dieseltriebwagen.

Etwas versteckt an der Mindener Straße deutet eine kleinere Halle an, dass hier einst Güterwagen instandgesetzt wurden. Hier befand sich das sogenannte „Vorwerk„. Weitere historische Werkstandorte waren im Bereich des Klushügels das Bahnbetriebswagenwerk, der Vorgänger des späteren Bw 2. An der Sandbachstraße, nordwestlich vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof befindet sich heute eine viergleisige Abstellgruppe für Triebwagen. Einst standen hier die recht weitläufigen Anlagen der „Staatsbahnwerkstätten“ der Königlich Hannöverschen Eisenbahnen, das sog. Bw Hannoverscher Bahnhof.