Bahnhof Osnabrück Hbf

Das Empfangsgebäude Osnabrück Hbf. Die Aufnahme entstand am 26.03.2004.

Das Empfangsgebäude Osnabrück Hbf. Die Aufnahme entstand am 26.03.2004.

Am 24.  April 1895 nahm der neue Zentralbahnhof zu Osnabrück seinen Betrieb auf,  40 Jahre nachdem Osnabrück seinen ersten Eisenbahnanschluss an die „Hannoversche Westbahn“ erhalten hatte. Das eindrucksvolle Gebäude wurde recht weit außerhalb des damaligen Stadtzentrums, quasi auf der grünen Wiese, im Kreuzungspunkt der beiden Hauptbahnen errichtet. Da sich die beiden Strecken fast im 90 Grad Winkel kreuzen, entstand ein Bahnhof auf zwei Ebenen, ein sog. Turmbahnhof an dem die Hamburg-Venlo-Bahn die Hannoversche Westbahn überquert. Der Höhenunterschied beträgt hier ca. 5,50 Meter. Hier wurde nun der Reisezugverkehr konzentriert und das bis dahin aufwändige Umsteigen zwischen Hannoverschem und Bremer Bahnhof konnte entfallen. In diesem Zusammenhang hob man die Verkehrshalte an den beiden ehemaligen „Hauptbahnhöfen“ auf.

Der Zentralbahnhof verfügte (und verfügt bis heute) über fünf Bahnsteige mit insgesamt neun Bahnsteiggleisen.

Dabei stehen am „obere Personenbahnhof“ (Po) die Gleise 1 (Bahnsteig A), 2/3 (Bahnsteig B) und 4/5 (Bahnsteig C) zur Verfügung. Von hier aus fahren die Fernverkehrszüge (DB Fernverkehr) in Richtung Bremen, Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt und Basel.

Im Nahverkehr werden von hier aus die Relationen

Osnabrück – Bremerhaven über Diepholz (DB Regio);

Osnabrück – Münster (Westfalenbahn);

Osnabrück – Dissen – Bielefeld (NordWestBahn) bedient.

Die 146-108-6 beförderte am 29.01.2004 den RE 14160 nach Bremen Hbf.

Die 146-108-6 beförderte am 29.01.2004 den RE 14160 nach Bremen Hbf.

Der „untere Personenbahnhof“ (Pu) verfügt über die Gleise 11/12 (Bahnsteig D) und 13/14 (Bahnsteig E). Fernverkehrsverbindungen bestehen hier in Richtung Rheine, Amsterdam sowie nach Hannover und Berlin.

Mit den Regionalzügen werden die Relationen

Rheine – Hannover – Braunschweig (Westfalenbahn);

Bad Bentheim – Osnabrück – Bünde – Bielefeld (Westfalenbahn);

Osnabrück-Oldenburg-Wilhelmshaven (NordWestBahn);

Osnabrück-Vechta-Bremen (NordWestBahn) bedient.

Am 02.01.2008 steht in Gleis 12 eine Westfalenbahn in Richtung Bad Bentheim, während in Gleis 14 eine NordWestBahn in Richtung Wilhelmshaven auf ihre Abfahrtzeit wartet.

Am 02.01.2008 steht in Gleis 12 eine Westfalenbahn in Richtung Bad Bentheim, während in Gleis 14 eine NordWestBahn in Richtung Wilhelmshaven auf ihre Abfahrtzeit wartet.

Beide Bahnhofsteile sind durch mehrer sog. „Kurven“ verbunden, welche die Höhenunterschiede überwinden. Die älteste und steilste Verbindungsstrecke ist die „Kluskurve“, die auch heute noch in Betreib ist. Im Regelbetrieb wird hier allerdings kein Personenverkehr abgewickelt.

Der Bahnhofsvorplatz wurde in den Jahren 2000 bis 2001 vollständig neu gestaltet. U.a. wurde ein großes ovales Dach errichtet, das Busreisenden Schutz vor Regen bietet. Das Gebäude des Postamtes Osnabrück 1 wurde abgerissen und durch ein modernes Parkhaus mit direktem Zugang zum Bahnsteig 1 ersetzt. In direkter Nachbarschaft befindet sich ein großes Kino sowie eine neue Poststelle.

In die entlang der Ost-West-Strecke, direkt neben dem Hauptbahnhofsgebäude liegende, ehemalige Expressgutabfertigung beherberg jetzt u.a. eine Fahrradstation.

Neue Bahnhofsschilder wurden 2004, rechtzeitig zum 2. Osnabrücker Dampflokfest, angebracht und moderne Zugzielanzeiger folgten im Jahr 2006.

Zum Kirchentag im Sommer 2008 wurden die Bahnsteigzugänge mit Fahrstühlen ausgestattet, die in den Bereichen der Treppenaufgänge bzw. in den Vorrichtungen ehemaliger Lastenaufzüge integriert wurden.

Insgesamt präsentiert sich der Osnabrücker Hauptbahnhof als zeitgemäßer und moderner Bahnhof.